Mehmet Bildirici (1939)
 
"bbb" (bildirici bilgi birikimi)
Email: mehmet_bildirici@yahoo.com

 

Eigene oder im Zusammenhang stehende Publikationen:

Türkisch

Französisch

Englisch

Armenisch

Japanisch

 

Gästebuch

Mehmet Bildirici wurde 1939 in Konya geboren. Er beendete 1957 das Gymnasium in Konya und 1962 die Technische Universität in Istanbul als Bauingenieur. Er arbeitete kurze Zeit in Istanbul in einem Statikbüro und wurde pensioniert. Sein Berufsleben in Konya war bis 1996 mit Projekte wie Stahlbeton, Kontrolle, Verpflichtungen und Themen von Kooperativen angefüllten. Von 1971 - 1982 unterrichtete er in der Staatlichen Ingenieur- und Architekten Akademie in Konya (Konya Selçuk Universität Ingenieur Fakultät) Baumaterialien und Baustatik.

Er arbeitete von 1984 - 1996 in der IV. regionalen Direktion der DSI als Ingenieur und wurde dann pensioniert. 1996 zog er nach Istanbul. Zurzeit ist er technischer Berater, so daß sein Berufsleben als Fachmann weitergeht. 1977 kam er das erste Mal nach Gökova. 1985 wurde es sein Zuhause. Er liebt Gökova und hat von dem Tag an viel Mühe investiert, um über die Gegend geschichtliches, Ruinen und natürliche Schönheiten zusammen zu tragen. Er ist Mitglied des Verein der Freunde Gökova-Akyaka e.V.


2.1 VON İDYMA BIS GÖKOVA-AKYAKA

Die Geschichte des Ortes und seiner Umgebung

Akyaka liegt im Nordwesten der Gökova (Kemre) Bucht, 28 km von Muğla, und 32 km von Marmaris entfernt. Die Verwaltung Akyaka's liegt in Ula, der Kreishauptstadt. In seinem Norden ragen die mit Wäldern bedeckten Berge bis zu 1000 m hoch auf, an seiner östlichen Seite liegt ein wunderschönes Tal mit einer Ebene, deren Süsswasserquellen den Kadın Azmak (Frauen-Fluß) und den Akçapınar Fluß speisen. Früher war Akyaka nur ein “Vorort”des Dorfes Gökova ein paar am heutigen Hafen gelegene Häuser, die für die Stadt Muğla den Zugang zum Meer bildeten. Erst im Jahre 1971 wurde die Selbstverwaltung erteilt und 1992, mit der Ernennung zur Stadt, der erste Bürgermeister gewählt und ein Stadtrat gestellt. Um 1970 begann die Entwicklung zu einem regionalen touristischen Zentrum.

Im Jahre 1988 wurde die Region zum ersten Naturschutzgebiet der Türkei erklärt. Akyaka ist mit seinen waldbedeckten Bergen, den kristallklaren Flüssen, die wie ein Aquarium wirken, dem Meer, dem Waldcampingplatz, seinen unzähligen Quellen, seiner Geschichte und seiner traditionellen, viel Holz benutzenden Bauweise ein vielbesuchtes “Touristen Paradies”. Kurzum, Akyaka ist ein Ort zum leben.

Es ist belegt, daß dieses Gebiet seit 2600 Jahren bewohnt wird. Frühere Besiedlungen sind bislang nicht belegt.

DIE KARISCHE STADT İDYMA

In dem Gebiet, in dem das heutige Akyaka liegt, wurde die Stadt İdyma gegründet. Die Besiedlung Idymas erstreckte sich vom heutigen Akyaka östlich bis 3 km entfernten Dorf Gökova und den Vierteln İnişdibi und Yazılıtaş bis zu dem am Wald gelegenen Hafen.

Die Nekropolis (Felsengräber) und die Akropolis befinden sich auf den Berghängen im Norden von Gökova. Die Akropolis wurde im Jahre 1937 von dem französischen Forscher Louis Robert ausgegraben. İDYMA wurde als eine karische Stadt gegründet. Auch der Name kommt aus der karischen Sprache. Das Gebiet, in dem das heutige Muğla liegt, ist als das antike Karien bekannt. Die wichtigste Stadt Kariens war Milas. Idyma lag im südlichen Karien. Die Karier waren die frühesten bekannten Siedler in diesem Gebiet. Während ihre Sitten und Lebensart bekannt sind, ist die Sprache der Karier , da keine Schriftstücke erhalten sind, unentschlüsselt geblieben.

Im 546 v.Chr. besetzte die persische Armee unter den Kommandant Harpagos das Gebiet. Unter Persischer Herrschaft blieben die Sitten und die Religion unverändert. Zwischen 484-405 v. Chr übernahm der Delische Seebund unter Führung Athens die Verwaltung. Auch Idyma war davon betroffen.

In den Steuerlisten der Jahre 453-452 v.Chr. Des Delischen Seebundes wird Idyma erwähnt. Dies ist die älteste, die Stadt Idyma betreffende Urkunde. Außerdem wird in diesen Berichten ein Führer namens PAKTYES erwähnt. Es gilt als sicher, daß die Stadt längere Zeit vom Hause Paktyes regiert wurde.

Die Stadt prägte auch Münzen. Eine Seite war beschriftet mit IDIMION (IDIMION) die andere Seite zeigte den Kopf eines jungen Mannes (PAN). Es ist bekannt , daß Kult des Hirtengottes PAN in der Region große Bedeutung hatte.

Im Jahre 405 v. Chr. endete der Delische Seebund. Idyma schied schon um 440 v. Chr. aus dem Bund aus. Die spartanische Herrschaft begann. Der spartanische General LYSANDROS zerstörte die Stadt CEDREA (Sedir Adası) im 405 v. Chr.

Am Bergrücken von Gökova und an der östlichen Seite von İnişdibi befinden sich Felsengräber aus dieser Epoche, die auf das 4.Jh.v. Chr. datiert werden. Eines der Gräber hat zwei Säulen. Baustil und Steinmetzarbeiten sind beachtenswert. Es könnte einem Mitglied des Hauses des PAKTYES zuzuschreiben sein.

Bei Gökova ca. 300 m über den Felsengräbern, liegt die AKROPOLIS. Bei dieser befindet sich eine 200 m lange Stadtmauer aus hellenistischer  Zeit sowie Räume und Überreste von Zisternen. Auf der Nordwestseite der Akropolis erstreckt sich die Strasse von Marmaris nach Muğla.

İNİŞDİBİ und die in der Nähe gelegenen mittelalterliche Festung ist ein sehr altes Siedlungsgebiet. Die alten Felsengräber bestätigen dies. Es steht fest, daß Festung von antiker bis zu mittelalterlicher Zeit bestanden hat und dann zu einem unbekannten Zeitpunkt verlassen wurde.  Die byzantinische Festung, auch CENEVİZ Festung genannt, wäre es wert, restauriert zu werden. Von der Festung führt ein unterirdischer Gang bis zum Ufer den des KADIN AZMAĞI.

Die Nachbarn von Idyma waren: im Osten CALLIPOLIS (in der Nähe von Kızılyaka), dessen Name noch als GELİBOLU am Golf von Gökova geblieben ist. Im Golf von Gökova war auf CEDREA (Sedir Adası), ein wichtiger Seestützpunkt. Im Westen CERAMOS (Gereme-ÖREN), nachdem der Golf benannt ist.  Im Norden liegt THERA (Yerkesik), KYLANDOS (das Dorf Yenice) und Muğla, eine zu seiner Zeit sehr keine Siedlung.

 

IDYMA UNTER FÜHRUNG HALIKARNASSOS (BODRUM)

Zwischen 387-334 v.Chr. übernahmen die Perser wieder die Führung in dem Gebiet. König MAUSOLOS (377-353 v.Chr) pflegte ein gute Kontakte mit den Persern und regierte wie ein freier König. Er verlegte die Hauptstadt von MYLASSA (Milas) nach HALIKARNASSOS (Bodrum). Idyma lag im Osten dieses Königreiches. Diese Epoche endete, als ALEXANDER Der Grosse mit seiner Armee in das Gebiet eindrang. Es ist bekannt, daß es in dieser Zeit Thera und Callipolis Festungen gegeben hat.

 

IDYMA IN HELLENISTISCHER ZEIT

Mit Alexander dem Grossen fing in Anatolien und Nahosten die Hellenistische Zeit an. Griechische Kultur und die Sprache verbreitete sich sehr rasch. Das Gebiet von 334 v. Chr. bis auf 189 v. Chr. Friedensabkommen APAMA in unterschiedlichen Zeiten unter verschiedenen Hellenischen Königreich regiert und verwirrte Epoche gelebt.

 

DAS AN RHODOS GEBUNDENE IDYMA

Etwa im 3 Jh. v.Chr. kam Idyma unter Rhodeische Führung und wurde “RHODAIAN PARAEA” (die Gegenüberliegende Seite von Rhodos) genannt. Idyma befreite sich einige Zeit aus dieser Herrschaft, wurde dann aber wieder 200  Jh.. Chr. durch NICAGORAS aus Rhodos mit PISI (Pisi- Yeşilyurt) und Kylandos (Yenice-Dorf) an Rhodos gebunden. Diese Kenntnis stammt von einer Schrifttafel auf der Insel Karpatos. Mit dem Frieden von Apama 189 v.Chr. wurde die Stadt Idyma endgültig an Rhodos gebunden und blieb so bis in das 1. Jh.

Aus dieser Epoche weisen ca. 10 Schrifttafeln darauf hin, daß Zeit sehr lebendig war und ein Verwaltungsrat des “VEREINIGTEN IDYMAS” gegründet wurde. Auf diesem Schriften findet man interessante Fakten. Aus dem alten entnommene und später auf einer Gartenmauer in İnişdibi angebrachte Schrifttafeln aus der späteren hellenistischen Zeit beinhalten den Namen der Stadt. Diese Schrifttafel wurde für eine Führungsperson der Stadt seitens der für ihn arbeitenden Bürger verfaßt. Neben verschieden anderen Namen, die Menschen aus verschiedenen Städten zukommen, liest man die Namen des Schreibers DEMETRIUS (grammatikos) aus Idyma und des APOLLONIUS, Sohn des Antipatrus aus Idyma.

An gleicher Stelle entnommen und an eine Hauswand in Akyaka angebrachte Schriften (Datiert auf das 2 Jh.v. Chr.) liest man von der Göttin LETO und den Priesterinnen der APHRODITE. Es ist anzunehmen, daß es im alten Hafen und in der Umgebung des heutigen Forstamtes einen Tempel gab. Über die ganze Umgebung verteilte Säulen mit Rillen und verarbeitete Steinreste bekräftigen diese Ansicht.

Außerdem befinden sich im alten Hafen, vor dem dortigen Lokal im Meeresboden Überreste von Grundmauern die darauf hinweisen, wie alt der Anlegeplatz ist. Auf gefundenen Schrifttafeln liest man Namen von Amtsinhabern aus der rhodeischen Regierungszeit, die in diesem Gebiet als Beamte gedient haben. Thanglio Kirnis, Pratophon, beim Bau der neuen Moschee wurde ein Stein verwendet, der den Namen ATHENAGORAS’ trägt, wieder in Gökova gefundene Schriften erwähnen Rodokles aus Rhodos.

 

DAS RÖMISCHE IDYMA

Zum Ende des ersten Jahrhunderts wurde Idyma eine Römische Stadt. Im Jahre 48 v.Chr. bereiste Julius CAESAR das Gebiet um Rhodos. Die ägyptische Königin Cleopatra bereiste die Küste und besuchte die Stadt Ephesus im Jahre 41 v. Chr. Die Stadt Idyma bewahrte auch in römischer Zeit ihre Bedeutung und Ansehen. Die einzige Schrifttafel aus römischer Zeit, geschrieben zur Ehre Imperator VESPASIANUS’s (69-79), ist leider nicht mehr vorhanden. Im Jahre 1922 wurden Mosaiken aus römischer Zeit in der Festungsruine in İnişdibi bei Ausgrabungen gefunden.

In der Mitte 3. Jh., als das römische Imperium von innen geschwächt wurde und starke Erdbeben sowie eine verheerende Pest die Lebensgrundlagen zerstörte, fiel das Gebiet in Vergessenheit.  Idyma und die Städte in der Umgebung wurde verlassen und verfielen.

Gepflasterte Strassen, deren Reste noch in der Ebene zu sehen sind, intakte Zisternen und Kanäle  wurden ihrem Schicksal überlassen. In der Zeit de Imperators Diokletian (285-304) wurde Karien zur Provinz.

 

DAS LEBEN IN DER GEBIET IN BYZANTINISCHEN ZEITEPOCHE

Wie das Gebiet in byzantinischer Zeit genannt wurde, ist nicht genau bekannt. Im heutigen Campingplatz auf einem Hügel wurde ein Kirche mit Apsis an der Südseite gefunden, im Namen des Heiligen Kosmas erbaut. Das angrenzende Gebiet wurde nach ihm benannt. Von dieser Kirche sind mit Steine mit Kreuz und Relief und eine Inschrift erhalten. Außerdem befinden sich an der Quelle des Flusses und an der Mündung , wo der Fluß ins Meer fließt, zwei Reste von Kapellen. Eine befindet sich in der Nähe des Meeres und ist noch immer für Wünsche und Gebete benutzt. Man nennt diese Stelle(n) Erendede. In Akyaka respektierten die Menschen die Besonderheit der Erendede und dort wurden auch Regengebete und Wünsche vorgetragen. Man kochte AŞURE (eine suppenartige Süßspeise) und teilte sie mit den Anwesenden und ließ auch dem Göttern von dem Gericht, meist in einer zurückgelassenen Schale.

 

GÖKOVA UNTER TÜRKISCHER FÜHRUNG

Ende des 13. Jh. Geriet das Gebiet unter türkische Führung. Karien wurde das Gebiet der Menteşe (Name einer reichen und vornehmen Sippe der damaligen Zeit). In dieser Zeit nannte man das Gebiet Cova Graben, Gökabad und Gökova. Mit den Türken kam in das Gebiet der Paganismus (Glaube an mehrere Götter), das Christentum , dann der Islamische Glaube. Nach der karischen Sprache und dem Griechischen wurde die türkische Sprache vorherrschend und dann ausschließlich. Das Gebiet wurde an das Menteşe Fürstentum, dessen Hauptstadt Milas war, gebunden.

Im Jahre 1420 wurde es Teil des Osmanischen Reiches. Muğla wurde Provinz-Hauptstadt und Ula Verwaltungszentrum. Das wichtigste Ereignis in der Osmanischen Zeit war die Durchquerung des Gebietes durch SÜLEYMAN den Prächtigen der sein Heer für die Belagerung Rhodos’ gesammelt hatte. Im Juli des Jahres 1522 kam die Armee und 1523 kehrte sie zurück. Rhodos wurde besetzt und dem Osmanischen Reich angeschlossen .

Obwohl die Besetzung Rhodos’ einen Aufschwung  für die Provinz brachte, sollte es bis in die jüngste Zeit dauern, bis man die Sümpfe teilweise trockenlegen und die Malaria unter Kontrolle bringen konnte (1940-1950). Die Strasse Muğla-Marmaris wurde 1970 gebaut, und mit ihr kam der Tourismus nach Akyaka und brachte neues Leben und einen wirtschaftlichen Aufschwung.

(Türkçe örneğinden yapılan bu Almanca çeviri Sayın Thomas Schmitz tarafından yapılmıştır.)



2.3 QUELLEN BEZÜGLICH IDIMA

Hier können Sie wichtige Dokumente bezüglich Idima einsehen. Die folgenden 3 Quellen sind teilweise mehrsprachig, wir verweisen auf die Seiten, die in Deutsch sind.
Das betreffende Dokument können Sie hier öffnen

2.3.1 INSCHRIFTEN DER RHODISCHEN PERAIA
Wolfgang Blümel , Seite 39-51

2.3.2 ISTANBULER MITTEILUNGEN – HAYITLI
Paavo Roos, Seite 60-61

 

Mehmet Bildirici
ÜBER DIE GESCHICHTLICHEN FORSCHUNGEN
IN GÖKOVA UND DIE BETEILIGTEN HISTORIKER
STRABON (65v.Chr. - 23 n.Chr.)


Vater der Geographie, griechischer Schriftsteller. Geboren in Amasya, studierte in Aydın, Nyssa. Die Werke Nr. 12-13-14 seiner sogenannten Geographica geben Auskunft zum Thema Anatolien, Kleinasien. Band 14 berichtet über den Kerme Golf, die Städte Halicarnassus und Cnidus zwischen dem Golf von Ceramos (Ören) und der Stadt Bargasa. Bargasa befand sich nicht an dem Golf, sondern İdyma nahm seinen Platz ein, wie später erklärt wurde.


Lucius Annäus SENECA (2 ? v.Chr. - 65)


Lateinischer Philosoph, Geschichtsschreiber. Neben verschiedenen philosophischen Werken verfaßte er "Ouaestiones Naturales - Natur-Untersuchungen" (111-19), wo auch der Name Idymus fällt.


ARRİANOS (95 - 150?)


Griechischer Literat, Historiker. Geboren in Nikomedya (Izmit). Er erklärte in seinem Werk ALEXANDOY ANABASIS die Reisen Alexander des Grossen. Darin berichtet er von der einjährigen Belagerung der Festung Halikarnassos durch die Truppen Alexanders, die ebenso wie die Festungen Thera (Yerkesik) und Callipolis (Kızılyaka) zur Kapitulation führte. Alexander der Grosse befand sich zu dieser Zeit in Tarsus (333 v.Chr.).


Kladius PTOLEME (100 ?- 170?)


Griechischer Astronom der Schule in Alexandrien, Mathematiker und Geograph. Er berichtet in seinen Werken auch von İdima Idumos. Das Zentrum von KUBURATWN waren folgende Städte: Kibura , Idimos , Pistos ?, Awrma , Adussos , Udissa ?, Qhras , Purra, darunter bekannte wie Kibria, İdima und Lorima.
(W.Ramsay Anadolu’nun tarihi Coğrafyası-Caria kentleri).

STEPHANOS (5. Jahrhundert)


Byzantinischer Historiker. Lebte im 5. Jahrhundert. In seinen Werken schreibt er folgendes von İdima:
Iduma, polis, Karias, ou kai Idumos potamos, to eqnikon Idumeuz kai Idumios legetai kai Idumh h polix.
Hdumh polix Kariax to eqnikon Hdumaiox;
(Robert L. Etudes Anatoliennes S. 472-1)


PİRI REİS (1465?- 1554)


Geboren in Gelibolu, ehemaliger Pirat. Begab sich 1499 unter den Befehl des Osmanischen Reiches. Nahm 1522 am Rhodos Feldzug teil. 1547 wurde er zum Kapitän ernannt. 1554 fand in Kairo seine Hinrichtung statt, weil er seine Aufgaben nicht pflichtgerecht erfüllt hatte.
Seine Werke:
1513 erstellte er eine Weltkarte und überreichte sie Yavuz Selim.
Kitab-ı Bahriye- 1521, Marine-Handbuch
In diesem Buch werden die Häfen im Mittelmeer und der Ägäis nach Augenschein beschrieben.
Da Piri Reis sich in der Region sehr gut auskannte, gab er hinsichtlich der Umgebung richtige Auskünfte. 1525 überreichte man Soliman dem Prächtigen dieses Buch. 1929 fand man diese wertvolle Karte wieder. (Büyük Larousse). Interessante Erkenntnisse aus dem Marine-Handbuch vom Golf von Gereme veröffentlichte der Verein "Gökova Akyaka Sevenler Derneği" im Mai 1995.


EVLİYA ÇELEBİ (1611-1682?)


Geboren in Istanbul. Türkischer Reisender. Von 1640 bis zu seinem Tod reiste er und schrieb darüber. Es entstand das 10-bändige Werk "Seyahatname" (Reisebeschreibungen). Man vermutet, daß er in Ägypten starb. 1670 bereiste er Muğla und Umgebung. Es werden die Anlegestelle Gökabad İskelesi und die zerfallene Festung Giova beschrieben. Erwähnt werden die Orte Muğla, Ula, Yerkesik sowie die Bezirke Gereme Gökabat am Strand.

Heinrich KİEPERT (1818 - 1899)


Deutscher Geograph und Kartograph. Arbeitete in den Jahren 1843 - 1845 an Landkarten in Anatolien. Es war die erste Arbeit an Landkarten in der Türkei.
Seine Werke:
1. Karte von Kleinasien Berlin 1845
2. Lehrbuch der Alten Geographie Berlin 1878
(Eine Karte von 1845 zeigt anstelle von ldyma die Stadt Bargasa.)
Sir Charles NEWTON (1816 - 1894)
Befand sich in Anatolien zu Forschungen und Untersuchungen. Englischer Historiker und Archäologe. Er entdeckte 1856 das in Halikarnassos befindliche "Mausoleum". 1856 bereiste er die Umgebung von Gökova.
Seine Werke:
"Essays on Art and Archaeology"

Ch. DİEHL und G. COUSİN


Französische Forscher, die als erste in der Region Epigrafik betrieben. 1885 bereisten sie diesen Bezirk. Sie schrieben eine französische Abhandlung:
"VILLES INCONNUES DU GOLFE CERAMIOUE- Kedreai et ldyma" "Bulletin de Correspondance Hellenique"
1886 10. Band, Seite 423-430

HULA und SZANTO


Machten Untersuchungen in der Umgebung.
Ihre Werke:
- Bericht über eine Reise in Karien.
Sie bereisten 1893-94 die Region. Dabei entdeckten sie eine Inschrift des Kaisers Domitianus bei der Stadt İdyma auf dem Gut Duran (Callipolis).

VON DIEST


Unternahm 1919 in der Umgebung geographische und kartographische Untersuchungen.

G. GUlDI


Italienischer Forscher. Er stellte Untersuchungen über die italienische Belagerung von Muğla an. Schrieb Abhandlungen in italienisch über İdimos:
"Viaggio di espiorazione in Caria"
"Annuario della scuola archeologia di Athene Vol.4-5 (1921-1922) Seite 369-374.

PAUL WİTTEK


Werk zur Menteşe-Regierung, das 1934 in deutsch erschien. Es wurde 1944 vom Institut für türkische Geschichte ins türkische übersetzt. Der Übersetzer war Orhan Şair Gökyay. Das Menteşe-Regierungs-Buch stützt sich hinsichtlich des Wissens über Gökova auf die geographischen Untersuchungen von Evliya Çelebi.

LOUIS ROBERT (1904 - Paris 1985)


Schriftexperte der griechischen Schriften in der hellenistischen Zeit. Er entwickelte grundlegende Regeln für die Übersetzung von Textfragmenten. In Anatolien arbeitete er in hellenistischen Städten und betrieb Geschichte und Geographie. Hinzu kam 1956-´64 eine Präsidentschaft im Französischen Archäologischen Institut von Istanbul. Seine französischen Werke sind nie ins türkische übersetzt worden.
Seine wichtigsten Arbeiten betreffend die Region :
1. Etudes Anatoliennes - Anatolische Forschungen - Paris 1937
(Hier gibt es auch zum Thema ldyma Untersuchungen)
2. Hellenica 13 Bände (1940-1965)
Villes d’Asie Mineure - Anatolische Städte -
La Carle- Kana Bölgesi - zusammen mit Jeanne Robert
(Afrodisias und Umgebung werden untersucht)

GEORGE BEAN (1903-1977)


Englischer Philologe und Historiker. Absolvierte die Cambridge Universität. Unterrichtete 1926 - 1943 in England traditionelles Griechisch. 1943 - 1968 gab er Vorlesungen in Philologie an der Universität von Istanbul. 1965 erhielt er den Ehrentitel zum Professor. Weiter arbeitete er im Westen und Süden von Anatolien an antiken Stätten.
Machte sehr wichtige Untersuchungen zur Region.
Seine Werke:
The Rhodian Perae (1954) - (Berichte über İdima)
The Carian Coast 111- J.M. Cook ile "Annual of the British School at Athens, vol. 52 -1957
Aegean Turkey - London 1966
Turkey’s Southern Shore - London 1968
Turkey beyond the Meander - London 1971- (Berichte über İdima)
Lycian Turkey- London 1978
PAAVO ROOS
Veröffentlichte und untersuchte alte und neue lnschriftenfunde aus Zentralkarien - in "Istanbuler Mitteilungen des Deutschen Archäologischen lnstitutes'- Band 25 - 1975 - Seite 335 - 341. Außerdem gab er dort Auskünfte über Hayıtlı.


GUYMEYER


Lebte in Paris. Französischer Forscher. Das sind leider alle unsere Kenntnisse. Er fand Zeit, vieles aufzuschreiben. Ein 7-seitiger französischer Brief über die Geschichte von Gökova liegt vor.


AZİZ ALBEK


Archäologe. Lebt in Akyaka. Die Zeitung des Vereins "Gökova Akyaka’yı Sevenler” berichtete über seine Untersuchungen in der Region. Seine Ergebnisse stellte er uns zur Verfügung.
Seine Werke:
1. Eynif Ovası ve Tol Hani Hakkında Rapor - 1970
2. Perge Şehri Su Yolları - Behleten Dergisi - 1 972
3. Asar Tepesinde Yazıtlı Kilise - Belleten Dergisi 1974
4. Papazlık Suyu (Akyaka) G.A.S. Derneği Bülteni - 1994
5. Akyaka’da Arkeolojik Bir Gezi - " " "

 

20.0 HISTORISCHE WASSERVERSORGUNGSBAUTEN IN ANATOLISCHEN STÄDTEN DER ANTIKE
Hier finden Sie Dokumente mit Angabe der Verfasser und Verlage. Interessierte werden hier Material für zukünftige Arbeiten finden können.

 

20.1. ALLGEMEINES
Hier werden allgemeine Themen zum Wasserkulturerbe behandelt


20.1.201 WASSER BAUTEN IM LAUFE VON 4000 JAHREN IN DER TÜRKEI
Ünal Öziş, 14 Seiten
Zum Download

20.1.202 VIER ANTIKE TALSPERREN IN ANATOLIEN
Günter Garbrecht, 12 Seiten
Zum Download

20.1.203 WASSERLEITUNGEN IN KLEINASIATISCHEN STÄDTEN I
              WASSERLEITUNGEN IN KLEINASIATISCHEN STÄDTEN II
G. Weber, 40 Seiten
Zum Download

20.1.204 COLLIVIARIA
Martin Schwarz, 18 Seiten
Zum Download

20.1.205 DIE ANTIKEN FLUSSÜBERBAUUNGEN VON PERGAMON UND NYSA (TÜRKEI)
Klaus Grewe, Ünal Öziş, Orhan Baykan, Ayhan Atalay, 8 Seiten
Zum Download

20.1.206  EINIGE BAUSTOFFPROBLEME BEI ANTIKEN AQUÄDUKTEN

Roman Malinovsky  42 Seiten

 Zum Download

 

 20.1.207 UNTERSUCHUNGEN DES DICHTUNGSMÖRTELS VON FÜNF GESCHICHTLICHEN ROHRLEITUNGEN IM ÄGÄISCH-ANATOLISCHEN RAUM

Roman Malinowski / H. Fahlbusch  32 Seiten

Zum Download

 

20.1.208 ÜBERLEGUNGEN ZUR MÖGLICHKEIT DER CHEMISCHEN ENTSINTERUNG VON DRUCKROHREN IM VERLAUF RÖMISCHER FERNWASSERLEITUNGEN

Henning Fahlbusch  28 Seiten

Zum Download

  

20.1.209   ELEMENTE GRIECHISCHER UND RÖMISCHER FERNWASSERLEITUNGEN

Henning Fahlbusch  32 Seiten

Zum Download

 

20.1.210  OSMANISCHE WASSERBAUTEN IN ISTANBUL

Kazim Çeçen  11Seiten

Zum Download

  

20.1.211  TALSPERREN IN ANATOLIEN

K. Schnitter  6 Seiten

Zum Download
 

20.1.212  SPURENTELEMENTANALYSE ALS HILFSMITTEL ARCHÄOLOGISCHER FORSCHUNG

Heino Kalweit  11 Seiten

Zum Download

 

20.1.213  ELEMENTE RÖMISCHER FERNWASSERLEITUNGEN

Henning Fahlbusch  32 Seiten 

Zum Download

 

20.1.214  ÜBER ABFLUSSMESSUNG UND STANDARDISIERUNG BEI DEN WASSERVERSORGUNGSANLAGEN ROMS

Henning Fahlbusch  18 Seiten

Zum Download

 

20.1.215  SYMPOSIUM HISTORISCHE WASSERVERSORGUNGSANLAGEN

ISTANBUL 1979  15 Seiten                  

Zum Download
 

20.1.216  XYLOSPONGIUM
Gilbert Wilpinger        10 Seiten
Zum Download

 

20.2 HISTORISCHE  BAUWERKE ANATOLISCHER STÄDTE
Hier finden Sie Texte über Anatolische Städte der Antike

20.2.201 TALSPERRE UND TUNNEL AM HAFEN SELEUKEIA
Gunter Garbrecht, 8 Seiten
Zum Download

20.2.202 DIE STAUMAUREN VON DARA
Gunter Garbrecht, 16 Seiten
Zum Download

20.2.203 BYZANTINISCHE WASSERBEHÄLTER VON KONSTANTINOPEL I
Philipp Forcheimer, Jozef Strzygowski, 78 Seiten
Zum Download

20.2.204 BYZANTINISCHE WASSERBEHÄLTER VON KONSTANTINOPEL II
Jozef Strzygowski, 38 Seiten
Zum Download

20.2.205 BYZANTINISCHE WASSERVERSORGUNGSANLAGEN IN ISTANBUL

Semavi Eyice, 26 Seiten
Zum Download

20.2.206 DIE WASSERLEITUNGEN VON SMYRNA
G. Weber, 46 Seiten
Zum Download

20.2.207 UNTERSUCHUNGEN ZUR WASSERWIRTSCHAFT DER ANTIKEN STADT MILET
Gerhard Tuttahs, 13 Seiten
Zum Download

20.2.208 AQUÄDUKTE DER KAIKOS LEITUNGEN VON PERGAMON
K. Hect, 22 Seiten
Zum Download

20.2.209  WASSER WIRTSCHAFTLICHE ANLAGEN DES ANTIKEN PRIENE
Henning Fahlbusch
Zum Download

 

20.2.210  DIE WASSERVERSORGUNG VON EPHESOS IN BYZANTINISCHER ZEIT

Gilbert Wiplinger  31 Seiten

Dipl. Ing. Gilbert Wiplinger, Österreichisches Archäologisches Institut, Franz Klein Gasse 1,A - 1190 Wien

e mail: gilbert.wiplinger@gmail.com

Zum Download

 

20.2.211  DIE WASSERLEITUNG DES EUPALINUS AUF SAMOS

Herman Kienast  17 Seiten

Zum Download

 

20.2.212  WASSERWIRTSCHAFTLICHE ANLAGEN DES ANTIKEN PERGAMON

Gunter Garbrecht, Henning Fahlbusch 64 Seiten

Zum Download
 

20.2.213  WASSERWIRTSCHAFTLICHE ANLAGEN DES ANTIKEN PERGAMON

Gunter Garbrecht,  34 Seiten

Zum Download

 

20.2.214 DIE RÖMISCHEN WASSERVERSORGUNGSANLAGEN VON SIDE

Ülkü Izmirligil, 24 Seiten

Zum Download

 

20.2.215  DIE BAUINSCHRIFT AUF DEM DRUCKROHR AQUİDUKT VON DELIKEMER BEI PATARA
Griechische Epigraphik in Lykien
Sencer Şahin        22 Seiten
Zum Download